Regelmäßige Veranstaltungen der Zunft:

Die regelmäßig stattfindenden fasnächtlichen Veranstaltungen sind:

 

 

Fasnet ausrufen

"Am erschde Samschdig nach Dreikönig do goht's degege, un nit wenig! ..."

 

So verkündet es der Büttel in seinem Aufruf an die Bevölkerung. Während in einzelnen Wohnungen noch verschämt die letzten Kerzen am Christbaum brennen, ziehen Narrenvogt und Narrenrat im weißen Nachthemd und mit der Narrenkappe auf dem Kopf durchs Städtchen und lassen auf Straßen und Plätzen der Stadt die Fasnet ausrufen. Wer noch nicht weiß, welche Stunde es geschlagen hat, wird durch das Pfeifen und Trommeln und die Fanfaren des Spielmannszuges, der die Ratsgruppe begleitet, aufgeschreckt. Denn die stimmungsvollen Weihnachtslieder sind langsam abgesungen und werden von rustikalen Fasnachtsklängen abgelöst, die bis Aschermittwoch nicht mehr verstummen werden. Nach dem Vorspiel auf der Drehorgel verliest der Büttel mit lauter Stimme die närrische Verkündigung:

 

 

"Jetzt passe uf, ihr liebi Lit,

mir künde Euch ä frohi Zit...

Was dies Johr gmacht wird, dien mir berichte,

un donoch könne Ihr Euch richte . . ."

 

 

Damit gibt er einen Vorbericht auf die kommenden Veranstaltungen, die auf den folgenden Seiten dem Leser vorgestellt werden sollen. Am liebsten hält der Zug vor den Wirtschaften an, weil dort die meisten Leute beisammen sind und überdies hier und dort die Wirtsleute den frierenden Narren einen Schnaps kredenzen. Manchmal gibt es auch einen Glühwein, der von der Vögtin oder anderen wohlmeinenden Menschen vor ihrem Hause ausgeschenkt wird. Einige Stunden dauert dieser Umgang, von der Dämmerung bis in die Dunkelheit; aber die Laterne des Büttels leuchtet auf den rechten Weg. Jeder weiß es nun:

 

 

"D'Fasnet kunnt, d'Fasnet kunnt,

d'Fasnet isch scho do!"

Nach oben

Zunftabend

Der Zunftabend ist das große gesellschaftliche Ereignis zum Beginn der Waldkircher Fasnetsveranstaltungen. Früher fand er im "Kreuz"-, dann im "Rebstock"-Saal statt. Da ging es noch etwas enger und uriger zu; aber heute, da diese nicht mehr existieren, ist die Krakeelia zugleich auch großartiger geworden; darum wird diese Superveranstaltung seit 1965 in der Stadthalle durchgeführt, was dem Ganzen einen offiziellen Charakter verleiht. Hier treten die altbewährten "Krakeeliastars" auf, und nach Neuentdeckungen ist zuvor in den Sitzungen mit den Vereinsvorständen gerungen worden. Darum stehen auch immer wieder neue Talente auf der Bühne. Auswärtige Akteure kommen nicht in Frage, und die Einheimischen machen es umsonst. In fasnächtlicher Bekleidung sitzen die Zuschauer an langen Tischen und harren der Dinge, die da kommen werden. Schon hat die Stadtmusik von der Empore aus das Publikum eingestimmt.

 

Wenn sie verstummt, tritt der Büttel mit Hellebarde und Laterne auf die Bretter und singt:

"Ihr liebe Gäschd, gen alli acht,

e Narreobend wird jetzt g'macht.

De Narrerat heißt Euch willkumme.

Es goht glii los, mien nur nit brumme!"

 

Jetzt öffnet sich weit der Vorhang, und ein eindrucksvolles Bild der Waldkircher Narrenfiguren stellt sich auf der Bühne dar. Um die Kulisse des Narrenbrunnens stehen Bajasse, Kandelhexen und die Alten Jungfern, umgeben von der Schar der Hemdglunker aus der Kläpperlegarde. Punkt 20:11 Uhr ziehen unter den Klängen des Narrenmarsches hinter der Standarte der Vogt mit seinem Narrenrat und die Narreneltern durch die Saalreihen zum Podium, in der einen Hand die Kläpperle und die andere zur allseitigen Begrüßung ausgestreckt. Nach der Eröffnungsansprache des Narrenvogtes entfaltet sich ein breitgefächertes Programm, bei dem sich Einzeldarsteller und Gruppen, Tanz, Ballett und Musik in bunter Reihenfolge ablösen. Auf gewisse Traditionsnummern, wie z. B. die Schnitzelbank und die Moritaten, will das Publikum niemals verzichten. Es wäre zu mühsam, die einzelnen Auftritte von einst und heute zu beschreiben. Immer aber werden nach bestem Brauch die großen und kleinen Missgeschicke der Mitbürger und Institutionen durch die Narrenbrille betrachtet und scharfzüngig kommentiert. - Klassisches Rügerecht des Narren! - Von den vielen, unvergessenen Darbietungen seien stellvertretend zwei erwähnt, die dem Waldkircher Publikum stets in bester Erinnerung bleiben:

Der Burggeist sowie Die Doofe Nuss.

Hinter dem ganzen Ablauf sitzt vor der Bühnenrückwand der Narrenrat mit den Narreneltern am langen Präsidiumstisch. Sie repräsentieren mit ihrer allerhöchsten Anwesenheit die ganze Narrenzunft, denn die Veranstaltung muss sich in korrekter Form vollziehen - und wichtig ist das Protokoll. Nachdem sich solchermaßen der Schwung und die Begeisterung auf die Zuschauer übertragen hat, wollen diese sich selber betätigen, und sie schwingen ihr eigenes Tanzbein nach dem Ende der Vorführungen bis tief in die Nacht hinein.

Nach oben

Kläpperliwettbewerb

Was wäre die Waldkircher Fasnet ohne das Kläppern?! Schon ab Mitte Januar hört man in den dämmergrauen Morgenstunden auf Straßen und Gassen vereinzelt das Klappern der Kläpperle, mit dem sich die Kinder auf ihrem Schulweg für die kommende Fasnet einstimmen. Man muss ja schon frühzeitig trainieren, wenn man in ein paar Wochen beim Kläpperlewettbewerb eine gute Note bekommen oder gar Kläpperlekönig(in) werden will. Das Klappern ist nämlich ein traditioneller Waldkircher Fasnetsbrauch, der außerhalb nur noch in den drei Narrenstädten Gengenbach, Haslach und Radolfzell geübt wird. Die Kläpperer stecken dabei zwei Klanghölzer zwischen Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger und schlagen diese im Rhythmus von einem dreifachen Tremolo und drei Viertelschlägen zusammen. Damit kann man die Fasnetslieder rhythmisch begleiten oder auch als "Soloschlagzeuger" fasnächtlichenLärm erzeugen, der mittels der Kläpperle allerdings durch Kunst und Rhythmik maßvoll gebändigt wird. Es gehört immerhin ein gewisser Trick der Armbewegung dazu, den nicht jeder beherrscht - und manche lernen' s nie. Wer als Erwachsener nach Waldkirch kommt und hier noch das Klappern erlernen will, wird schon seine Schwierigkeiten damit haben, und dem und jenem fliegen bei den ersten Versuchen die Hölzer aus den Fingern. Die Kinder dagegen bekommen schnell den richtigen Dreh heraus und werden später noch als Oma und Opa ihren Enkeln das Klappern beibringen. So haben es schon viele eingesessene Waldkircher gelernt. Während der französischen Besetzung haben auch Franzosenkinder das Kläppern gelernt, wozu die Väter die Klappern selbst hergestellt haben.

Der Höhepunkt ist dann der Kläpperlewettbewerb, bei dem die Entscheidung am Nachmittag des "Schmutzigen Dunschdig" fällt. Diesem Spektakel voraus geht der Wettbewerb im Kindergarten. Von dort ziehen schon am Vormittag die Vorschulkinder mit ihrer Kinderschwester durch die Straßen und führen im geschmückten Leiterwagen ihr Kläpperlekönigspaar durch die Stadt. Beim Kläpperlewettbewerb der Schüler spielt sich ein heißes Ringen um den Endsieg ab; denn viele sind darin so perfekt, dass die Preisrichter bei ihrer Entscheidung ganz schön ins Schwitzen kommen. Für die Besten gibt es dann ansehnliche Preise, und die Sieger werden am Abend gekrönt: Aus der Grundschule der Kläpperleprinz und die Kläpperleprinzessin, aus der Hauptschule oder den höheren Schulen der Kläpperlekönig und die Kläpperlekönigin.

 

Interessante Informationen über den alten Brauch des Kläpperns findet man hier!

Nach oben

Fasneteröffnung, anschließend Hemdglunkerumzug

Der "Schmutzige Dunschdig" ist der höchste Feiertag im fasnächtlichen Jahr. Der Name kommt nicht daher, weil dieser Donnerstag "schmutzig" wäre, sondern weil schon zu alten Zeiten an diesem Tag die Fasnetsküchli im Schmutz gebacken wurden, und "Schmutz" ist ein alter alemannischer Ausdruck für "Fett". Heute gibt es an diesem Tag dazu noch Wurst und Wecken nach dem Hemdglunkerumzug. Aber fangen wir von vorne, d. h. am hereinbrechenden Abend an: Aus allen Häusern der Stadt strömen die Hemdglunker auf den Marktplatz, wo sie durcheinander hüpfen und springen und großen Lärm vollführen: Buben und Mädchen, Erwachsene und Kleinkinder, alle im weißen Nachthemd mit Zipfelmütze, und Eltern mit ihren Babys, die aus den bunt verkleideten Leiterwagen fragend in die unverständliche Welt hinausschauen, zwängen sich durch die krakeelende Menge. Inzwischen hört man immer lauter die Stadtmusik herankommen, welche das Kläpperlekönigs- und -Kläpperleprinzenpaar hinter dem Kläpperlegeneral im Triumphzug herbeigeleitet. Jetzt tritt der Narrenbüttel auf den angestrahlten Balkon des Rathauses und singt sein Eröffnungslied. Wohl oder übel sieht der Bürgermeister ein, dass er die Macht während der närrischen Tage verloren hat und übergibt für diese Zeit dem Vogt den großen Stadtschlüssel, weil dieser mit seinem Narrenrat ab sofort das Regiment der Stadt übernimmt. So waltet der Narrenvogt auch gleich seines Amtes und verkündet allem Volk, dass die Fasnet allgemein beginnt:

 

E hohe Fierdig im ganze Johr

isch de Schmutzig Dunschdig - sell isch wohr!

Weil hit beginnt e frohi Zit

für jungi un für alti Lit.

Ab hit de Vogt isch Euer Meischder,

der Vorstand aller Narregeischder.

D' Minischder in siem Narrestaat

des sinn die Lit vum Narrerat . . .

Als Vogt der Zunft Krakeelia

Erklär ich: D' Fasnet goht jetzt a!

Nach oben

Vom Zeremonienmeister werden anschließend die Namen der Kläpperlemajestäten ausgerufen, worauf diese mit goldenen Kronen aus Kläpperle gekrönt werden. Wie schon beschrieben, geben sie von hier aus die Probe ihres hohen Könnens ab. Darauf stimmen die Stadtpäperer den Narrenmarsch an, und die Menge formiert sich zum Umzug durch die Stadt. Voraus zieht die stattliche Anzahl der jungen Bajasse, dahinter kommt die Stadtmusik, die Narreneltern mit den gekrönten Häuptern, und hinter Vogt und Narrenrat schiebt sich johlend und klappernd der Strom der Hemdglunker: Ein spektakuläres Erlebnis für Einheimische und Fremde, welche die Straßen säumen oder aus den Fenstern winken! Überall wird der Umzug von den Zuschauerm mit "Narri-Narro" begrüßt. Wenn die Hemdglunkerschar wieder auf dem Marktplatz angekommen ist, werden die Teilnehmer einzeln an den Ständen hindurchgeschleust, wo ein jeder, klein und groß, Wurst und Wecken erhält, die nach alter Tradition von den hiesigen Metzgern und Bäckern gestiftet werden. Wie wenn die Hemdglunker schon lange keine Wurst mehr gesehen hätten, reißen sich alle Hände danach; denn was man an der Fasnet geschenkt bekommt, schmeckt zehnmal besser als auf Mutters Tisch, wo das Essen meistens nur kritisiert wird. Weit über 1500 Würste wurden schon gezählt, die an diesem Abend ausgeteilt wurden. Langsam ebbt das Meer der Menschen ab, aber das Narrentreiben setzt sich in Gruppen noch lange durch die Straßen fort.

Am Fasnachtssamstag findet in der Stadthalle in Waldkirch mit dem "Narrensamen", den Kindern aus Waldkirch und Umgebung, ein frohes Fest mit Show, Tanz, Spiel und Spaß statt.

 

Nach dem gemeinsamen Einmarsch der Kinder und Akteure erleben die Kinder eine Mitmach-Show, bei der sie nicht nur staunen können, was auf der Bühne von den "großen und kleinen" Künstlern präsentiert wird, sondern sie können auch selbst mittanzen, schunkeln, singen und Fasnachtssprüche klopfen.

Der Clown Krakeelani, genannt Kalli, mit seinen Freunden Pierre und der Maus Feivel, die aus Frankreich zu Besuch sind, moderieren die Show und erklären spielerisch die Inhalte und den Sinn der Waldkircher Fasnacht.

In der Arena und auf der Bühne unterstützen mehrere Tänzerinnen des Balettstudios Ute Anna das Trio und betreuen liebevoll die "Kleinen".

 

Tatkräftig unterstützt wird der Kinderball von einer Abordnung der Stadtmusik, die mit Fasnet-Hits und Kinderliedern die Stimmung einheizen.

 

Am Schluß der Mitmach-Show werden nach einer großen Polonaise durch die Stadthalle flugs die Bänke in der Arena weggeräumt und es kann noch bis 17.00 Uhr in der Kinderdisco mit den Stars weiter getanzt werden.  mehr ...

Nach oben

Hexensabbat

"Hexe, Hexe, stelze rab vum Kandelfelse!"

 

Mit diesem Ruf des Teufels wird am Samstagabend nach dem "Schmutzigen Dunschdig" um 19:00 Uhr auf dem Marktplatz der Hexensabbat eingeleitet. Schon lange haben die Kandelhexen in ihren Schlupfwinkeln ungeduldig auf dieses Fest gewartet; denn vorher durfte sich noch keine Hexe bei den Menschen sehen lassen. Nach der Zeremoniensatzung können nur männliche Narren über 18 Jahren Mitglieder der Hexengruppe werden. Weil die Waldkircher Frauen nämlich von Natur aus keine bösen Hexen sind, wäre für sie dieses Geschäft doch etwas zu hart. Während die Stadtmusik den Narrenmarsch spielt, begeben sich die Hexen unter der Führung des Teufels auf den Platz vor dem Marktbrunnen und lauschen, um zwei Feuerstellen geschart, dem Aufruf ihres Meisters, der vom Podium aus mit unheimlicher Stimme seine Anweisungen ereilt. Überall sind die Lichter erloschen, und nur das Feuer beleuchtet geheimnisvoll die Szene. Die Aufnahme neuer Hexen wird zu einem Ritual, das alle Schauerlichkeiten aus der Welt des Bösen zum Ausdruck bringt. Noch müssen die Kandidaten mit dem Kopfputz unter dem Arm warten, bis sie vom Teufel einzeln aufgerufen werden. Er prüft sie mit strengem Blick, während er jedem einzelnen seinen Besen mit einem speziellen Auftrag übergibt:

 

Du schlägst nun mit dem Besen dein

des Mattenbauern dickes Schwein,

so dass der nächste Wurf an Jungen

schwarz wird und mit Schlangenzungen.

 

oder

 

Mach Nebel du und kalten Reif,

dass alles Gras wird hart und steif.

Verderben soll es auf den Wiesen,

damit's kein Tier mehr kann genießen.

 

. . . und schließlich:

Hinweg jetzt mit den Menschenmasken,

denn Hexen seid ihr nun fortan,

drum zieht über eure Fratzen,

seid nur noch hörig meinem Plan.

 

Hexe-Hexe-Stelze - rab vum Kandelfelse

 

Nach einem schauerlichen Tusch der Stadtmusik setzen die Neuen ihre Masken auf und mischen sich nun als gereifte Hexen unter ihre älteren Genossinnen. Jetzt ist der Höhepunkt des Hexensabbats gekommen. Zu den Klängen des Hexenmarsches tanzen sie wild um das Feuer, und die ganz Verwegenen springen, gestützt auf ihren Besen, durch die Flammen. Diese Orgie würde endlos dauern, wenn nicht die Glocken von St. Margarethen schließlich erklingen würden. Von diesen geweihten Klängen wird die gräuliche Hexenversammlung vertrieben. Unter lautem Heulen stieben alle auseinander, und der Spuk ist beendet. Aber erst recht können sie nun einzeln oder in Gruppen bis in die tiefe Nacht hinein unter den Menschen in den Straßen und Lokalen ihr Unwesen weiter treiben.

Nach oben

Kinderumzug

Am Sonntag Mittag wird es noch mal sehr lebendig im Städtle. Das Narrendorf ist eröffnet und man kann sich stärken für den großen Umzug durch Waldkirch.

An diesem Tag sind die Kinder die Stars! Und so ist es dann auch ein Meer aus blau und gelb!

Hunderte von kleinen und großen Bajassen treffen sich mit den anderen Gruppen und weiteren Zünften aus dem Elztal zur Aufstellung in der Turmstraße. 

Dann geht es mit Musik und "Narri und Narro" durch die Straßen bis zum Einmarsch auf dem Marktplatz an dem nun die Bajasstaufe der "Neuen" stattfindet.

Wunderschön sind auch die Schul-, und Kindergartengruppen, die sich ein Motto überlegt haben und dieses gemeinsam beim Umzug präsentieren.

Nach oben

Bajasstaufe

Mit Flecklehäs, aber ohne Maske wird er von den anderen Bajassen mit gejohle und gejuchze in den Brunnen geworfen. Denn erst wenn es heißt: "Jockele isch in Brunne g´heit, han en höre plumse ...!" kann der frisch getaufte Bajass mit Häs und Maske aus dem Brunnen springen. 

Nun heißt es auch für Ihn, das narrische Treiben kann beginnen!
Narri Narro    

Im Jahr 2006 hatte die Bajasstaufe in Waldkirch ihre Taufe und wurde ins Leben gerufen. Seit diesem Jahr ist ein "neuer" Bajass als Täufling durch sein Täuflingskläpperle sofort zu erkennen und muss auch in den Brunnen, um als frecher und närrischer Bajass wieder heraus zu kommen.

Täuflingskläpperle

Jeder Täufling erhält zu Bajasstaufe ein Kläpperle, mit dem er sich in seinem erstem Bajassjahr schmücken darf. So ist er für jeden sofort als Täufling zu erkennen.

Nach oben

Elfimeß - nur für Mannsbilder

Die wichtigste Sitzung im Ablauf der Fasnet sei die Elfimess, so Vogt Michael,
und die sei nur für "gstandini Mannsbilder".

Bei einem vier stündigen Programm setzen die Krakeelia Stars Höhepunkt an Höhepunkt und bringen die Stadthalle zum kochen.

Es darf gelacht und mitgesungen werden.
Bei Moritaten, Vorträgen von deftig bis politisch, Gesangsnummern mal laut mal leise, dem Hexentanz und natürlich der legendären Schnitzelbank wird es keinem Mannsbild langweilig.

Zum Schluss geht es dann ziemlich schnell:
Dreimal Tusch, alle Mitwirkenden auf die Bühne und ab ins Städtle in Richtung Marktplatz. Hinter der Krakeelia-Fahne marschiert der Narrenrat mit Stadtmusik und dann folgt das jauchzende Männervolk von Waldkirch und Umgebung.

Nach oben

Fasnetverbrennung

Unter heulen und johlen geht der Trauerzug durchs Städtle. Die Stadtmusik lässt ein letztes Mal den Narrenmarsch, allerdings in Moll und langsamer, ertönen. Alle Narren sind in Trauer denn die Fasnet wird zu Grabe getragen.

Eingetroffen auf dem Marktplatz wird vom Vogt der Schlüssel der Stadt an den Bürgermeister übergeben. Nach den Trauerreden wird die Fasnet unter Wehklagen auf dem Marktplatz verbrannt.

Doch die Trauer dauert meist nicht lang. Kaum sind die Flammen niedergebrannt  freuen sich alle Narren schon auf das nächste Jahr, den wie heißt es so schön: "Es geht scho wieder dagege"!

Nach oben

home
email
Impressum
Suchen
Sitemap
Seite empfehlen